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Über Unterammergau

Blick auf Unterammergau vom Hörndle Blick auf Unterammergau vom Hörndle Blick auf Unterammergau vom Hörndle Blick auf Unterammergau vom Hörndle Blick auf Unterammergau vom Hörndle

 

"Daheim in... Unterammergau"
Fernsehfilm des Bayerischen Fernsehens über Unterammergau (zum Ansehen klicken!)
Fernsehfilm des BR über Unterammergau - hier klicken!

Geographie:
Der Hauptort Unterammergau liegt im Ammertal am Fluss Ammer auf einer Höhe von 836 m ü. NN. Zur Gemeinde gehören noch die Ortsteile Kappel rechts der Ammer und Scherenau links der Ammer. Unterammergau selbst besteht im Wesentlichen aus drei Teilen:

das Oberdorf, ältester Teil des Dorfes um die Pfarrkirche St. Nikolaus herum
das Hinterdorf, ein unter Denkmalschutz stehendes Ensemble nördlich der Pürschlingstraße
Au rechts der Ammer.

Nachbargemeinden Unterammergaus sind Saulgrub im Norden und Westen, Oberammergau im Süden und Osten sowie Bad Kohlgrub im Nordosten.

 

Die Gemeinde Unterammergau hat eine Fläche von 29,90 km² und 1539 Einwohner (Stand 31. Dezember 2012). Sie bildet gemeinsam mit der Gemeinde Ettal die Verwaltungsgemeinschaft Unterammergau.

Das Gemeindegebiet umfasst neben dem Ammertal auch die umliegenden Berge. Die höchsten Erhebungen sind der Teufelstättkopf und das benachbarte Laubeneck, beide mit einer Höhe von 1758 m. Zum Unterammergauer Hausberg, dem Pürschling (1566 m), führt eine Forststraße hinauf.

Zu den Bächen, die von den Bergen herab in die Ammer fließen, zählen links der Ammer der Früllbach, die Schleifmühlenlaine und die Scherenauer Laine und rechts der Ammer die Enge Laine, die Kappellaine und die Waldlaine

Geschichte:
Der Ort Unterammergau wurde erstmals 1280 als Nidernambergewe urkundlich erwähnt und gehörte bis 1803 zur Hofmark Oberammergau, die Teil des Herrschaftsgerichts Murnau des Klosters Ettal war. Die kirchliche Eigenständigkeit von Oberammergau erreichte der Ort im Jahr 1809. 1818 entstand im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern die heutige Gemeinde.

Zwei große Ortsbrände zerstörten 1777 und 1836 viele der alten Häuser Unterammergaus. Nach dem Brand von 1835 wurde das Hinterdorf in einheitlicher Bauweise neu errichtet, es steht als Ensemble unter Denkmalschutz.

Neben der Land- und Holzwirtschaft bildete vom 15. bis Mitte des 20. Jahrhunderts die Wetzsteinmacherei eine wichtige Einnahmequelle. Sie wurde vor allem als Nebentätigkeit in den Wintermonaten betrieben, in denen die Landwirtschaft ruhte.

 

 

Bauwerke:
Trotz der beiden Dorfbrände sind noch einige Gebäude aus dem 17.–18. Jahrhundert erhalten. Einige haben wie im Nachbarort Oberammergau mit Lüftlmalerei bemalte Fassaden. Etwa 35 Bauwerke stehen unter Denkmalschutz.

Neben der Hauptkirche St. Nikolaus und der Wallfahrtskirche Heilig Blut gibt es viele kleinere Kapellen und Bildstöcke, sie gelten in Unterammergau als Flurdenkmäler. Zu ihrer Erschließung wurden zwei Kapellen- und Marterlwege beiderseits der Ammer eingerichtet.

Industriedenkmal:
Auf Infotafeln am Zugang zur Schleifmühlklamm erfährt der Wanderer Wichtiges aus der Zeit der Wetzstein-Industrie:

Die Wetzsteinmacherei war 300 Jahre lang ein bedeutender Handwerkszweig in Unterammergau. Sie bildete die Grundlage für Wohlstand im Ort und fand im Wappen Eingang. Wahrscheinlich wurde bei der Suche nach den Edelmetallen Gold oder Silber zwischen „blindem Gestein“ Plattenschichten entdeckt, welche sich zum Schärfen hervorragend eigneten.

Die in diesem Gestein enthaltene Kieselerde besaß die schärfenden Eigenschaften und der enthaltene Quarzanteil verhinderte das Brechen. Nur 10 Prozent des abgebauten Materials aus den 1865 existierenden 52 Steinbrüchen war zur Wetzsteinherstellung zu gebrauchen. Vor allem in der Schleifmühlklamm wurden die abgebauten wertvollen Steinschichten zu den begehrten Schleifsteinen weiterverarbeitet und in viele Länder exportiert. In mühevoller Handarbeit stellten die Handwerker die Wetzsteine her. Dies geschah in den Schleifmühlen, welche die vorhandene Wasserkraft nutzten. 40 Familien ernährten sich 1865 in 32 Mühlen vom Schleifen der Steine neben den Einnahmen aus der Landwirtschaft.

Der Niedergang der Wetzsteinmacherei kam durch die Erfindungen der synthetisch hergestellten Wetzsteine und der Mähmaschinen. Auch fehlten Absatzgebiete nach dem 2. Weltkrieg.

Das Wetzsteinmuseum, welches in zahlreichen originalen Aufbauten die vergangene Zeit zurückruft, entstand in der „Schleifmühle“.

Brauchtum:
Am letzten Sonntag im Oktober findet der Leonhardiritt zur Kappelkirche statt. In Festkleidung und mit bunt geschmückten Pferden zieht ein Festzug, begleitet von den Klängen der Musikkapellen aus der Umgebung, zu der Wallfahrtskirche. [5]: 122

Bereits seit 1910 ziehen Mitglieder der Unterammergauer Blaskapelle am 30. Dezember zum Neujahrsanblasen durch den Ort, machen immer wieder Halt und wünschen mit einem Ständchen den Bewohnern ein gutes neues Jahr. Als Belohnung erhalten die Spieler eine Spende.[10]

Seit dem Jahr 2000 wird an einem Bäuerlichen Nostalgietag vergangenes bäuerliches Handwerk in Erinnerung gerufen. Zur Vorführung kommen unter anderem: Buttern, Heuernte, Dengeln, Mähen, Dreschen usw. Außerdem werden alte Geräte oder Maschinen gezeigt und ihr Einsatz wird vorgeführt.

Quelle: Wikipedia

 

 

 

 
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